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Karl der Große im kaiserlichen Ornat.

Karl der Große im kaiserlichen Ornat, mit Hofschreiber und Knappe.
Karl der Große im kaiserlichen Ornat. Links, Knappe, rechts Hofschreiber.

Zur Geschichte der Kostüme. Neunnundzwanzigster Bogen. X. Jahrhundert. Von A. Müller. Münchener Bilderbogen Nr. 592.

Kaiser Karl der Große, mit Hofschreiber und Knappe.

Die Kleidung des Adels zur Zeit der Karolinger orientiert sich an der byzantinischen Mode.

Karl der Große war ab 768 König der Franken, ab 774 König der Langobarden und ab 800 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Im Frühmittelalter vereinte er einen Großteil West- und Mitteleuropas. Er war der erste anerkannte Kaiser, der seit dem Fall des Weströmischen Reiches, drei Jahrhunderte zuvor, von Westeuropa aus regierte. Der von Karl dem Großen gegründete erweiterte fränkische Staat wird als karolingisches Reich bezeichnet. Später wurde er vom Antipapst Paschal III. heiliggesprochen.

Karl der Große war der älteste Sohn von Pepin dem Kurzen und Bertrada von Laon, geboren vor ihrer kanonischen Ehe. Nach dem Tod seines Vaters wurde er 768 König, zunächst als Mitherrscher mit seinem Bruder Carloman I. Carlomans plötzlicher Tod im Dezember 771 unter unerklärlichen Umständen, ließ Karl als alleinigen Herrscher über das Fränkische Königreich zurück. Er setzte die Politik seines Vaters gegenüber dem Papsttum fort und wurde sein Beschützer, indem er die Langobarden von der Macht in Norditalien entfernte und einen Einfall in das muslimische Spanien anführte. Er kämpfte gegen die Sachsen im Osten, christianisierte sie bei Todesstrafe und führte zu Vorgängen wie dem Massaker von Verden. Den Höhepunkt seiner Macht erreichte er 800, als er von Papst Leo III. am Weihnachtstag in der Alten Peterskirche von Rom zum „Kaiser der Römer“ gekrönt wurde.

Karl der Große wurde als „Vater Europas“ (Pater Europae) bezeichnet, da er zum ersten Mal seit der Klassik des Römischen Reiches einen Großteil Westeuropas und Teile Europas vereinte, die nie unter fränkischer Herrschaft standen.

Quelle: Münchener Bilderbogen 1848 bis 1898. Zur Geschichte der Kostüme. Herausgegeben von Braun & Schneider. Kgl. Hof-und Universitäts-Buchdruckerei von Dr. C. Wolf & Sohn in München.

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